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Die Audi R10 TDI waren am ersten von zwei Tagen des offiziellen Le Mans Series-Tests in Paul Ricard das Maß aller Dinge. In beiden Tages-Sessions erzielten die Dieselflundern aus Ingolstadt die überlegenen Bestzeiten. Dabei blieb Allan McNish mit 1.39.705min als einziger Pilot unter der Marke von 1.40. Min. Alexandrè Premat war eine Sekunde langsamer, er saß heute allerdings erstmals seit dem Training von Le Mans 2007 wieder im R10.
Mike Rockenfeller bekam etwas weniger Fahrzeit und übernahm am Vormittag die Aufgabe, den brandneuen R10 abzustimmen. Wie viel die Zeiten wert sind, ist schwer einzuschätzen, da Konkurrent Peugeot dem Test fern blieb. Joest Team Direktor Ralf Jüttner ist deshalb nicht euphorisch: „Wir waren mit Peugeot in Sebring und Jerez, wir wissen, was die können!“ Schnellster der Zündkerzenfraktion war der Oreca Judd von Stephane Ortelli. Mit den üblichen Kinderkrankheiten eines kompletten Neuwagens kämpfte Stefan Mücke, für den wunderschönen, geschlossenen Lola mit Aston Martin reichte es für den sechsten Rang in der Zeitenliste. „Aber es wird von Runde zu Runde besser“ freut sich der Berliner. Der Epsilon-Eskadi drehte nur wenige Runden und macht noch einen sehr unfertigen Eindruck. Im Rollcentre-Pescarolo testen unter anderem Stephane Gregoire und Vanina Ickx. Martin Short meinte, dass die Fahrerfrage fast geklärt sei, weitere Auskünfte gab er aber nicht. Der Porsche RS Spyder von van Merksteijn Motorsport war zwar erwartungsgemäß schnellster der LMP2-Klasse, zu der Audi Zeit fehlten aber mehr als vier Sekunden. Der ASM-Lola war noch schneller als der Essex-Porsche, der am Vormittag wegen eines hausgemachten Problems viel Testzeit verlor. Der neue Lola von Sebah-Racing absolvierte seine ersten Meter auf der Rennstrecke, auch hier ist noch viel Basisarbeit nötig. Christophe Bouchut hatte im Larbre-Saleen die Nase bei den GT1 vorn vor dem in Gulf-Farben lackierten Werks Aston Martin, der den LMS-Test zur Le Mans-Vorbereitung nutzt. Den Aston fuhren Darren Turner, Karl Wendlinger und Antonio Garcia. Die Bestzeit bei den GT2 erzielte der Österreicher Richard Lietz auf IMSA- Porsche vor Marc Lieb im Porsche von Felbermayr-Proton. Nach Liebs Abreise machte sein neuer Teamkollege Alex Davison Bekanntschaft mit seinem neuen Arbeitsgerät. Mittlerweile läuft das Nachtraining. Joest-Racing hat inzwischen die Arbeit beendet und packt zusammen, morgen nimmt man nicht mehr teil. Sebring ruft. (GQ) |