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1991 / 1992: Das Ende der Gruppe C
Eigentlich war es relativ simpel: Die neue Klasse der Gruppe C, 750kg, 3,5 ltr. Saugmotoren sollte von nun an führend sein und gewinnen. Allerdings brauchte man dafür Autos! Die brachten 1991 Peugeot, Jaguar und Mercedes. Letztgenanntere trauten ihren neuen Rennern aber selbst erst gar nicht zu, 24 Stunden durchzuhalten. So fuhr man in Le Mans, wieder ein Lauf zur Sportwagen-WM, mit den alten Autos, die zwar noch zugelassen, aber mit 1000kg unter normalen Umständen nicht mehr konkurrenzfähig waren. Peugeot waren die einzigen Vertreter der neuen Generation, die einigermaßen schnell waren. Insgesamt waren 38 Autos am Start, normal waren 48. Peugeot stand auch auf der Pole, aber nur, weil die ersten vier Startreihen gemäß Reglement für die neuen Fahrzeuge reserviert waren, die schnellste Trainingszeit erreichte Jean-Louis- Schlesser im Sauber-Mercedes C11, der damit als neunter starten durfte.
Am Start fuhren die beiden Peugeot auf und davon, Schlesser war nach der ersten Runde dritter und folgte beiden Autos, die nach mehreren Gebrechen bald zurück und nach sechs Stunden beide ganz ausfielen. Schlesser führte zusammen mit Mass und Alain Fertè 21 Stunden lang, dann brach der Halter der Lichtmaschine, die über Riemen gleichzeitig die Wasserpumpe mit antreibt. Aus mit Motorschaden. Daraufhin war überraschend der Mazda 787B (mit Wankelmotor) von Volker Weidler/Johnny Herbert und Bertrand Gachot vorne. Die Freudentränen der Teammitglieder über den ersten und bis heute einzigen Sieg eines japanischen Herstellers in Le Mans waren sicher das schönste an diesem Rennen 1991.
Wer dachte, es könnte nicht mehr schlimmer kommen, der sah sich 1992 getäuscht.Zu den WM-Läufen in Monza und Silverstone starteten elf (!) Autos. Zwar hatten Peugeot und neu Toyota kräftig aufgerüstet und je drei Autos mitgebracht, aber das war es dann auch. Es gab noch einen Mazda, der im Prinzip ein 91er Jaguar war, einen Lola und diverse alte Porsche und Cougar, die einfach hofften, einen Sieg abstauben zu können, da immer noch Zweifel an der Zuverlässigkeit der neuen Gruppe C-Autos bestanden. Lediglich 28 Autos waren am Start. Peugeot war Toyota zu sehr überlegen, als das Spannung aufkommen konnte. So waren es Yannick Dalmas/ Derek Warwick/Mark Blundell, die für Teamchef Jean Todt das Rennen gewannen.
Nach diesen beiden katastrophalen Jahren löste sich der ACO endgültig von der FIA und stellte sein eigenes Reglement auf. Ein Griff zur Notbremse im letzten Moment.
Doch die Jahre 82 bis 90 waren Rennen mit wunderbaren Autos, die schnell waren und Herstellern eine vernünftige Plattform boten, neben PR auch technische Kompetenz zu präsentieren. Es ist bis heute unverständlich, dass es zu einem Zeitpunkt zerstört wurde, als die Gruppe C am Besten war. Möglicherweise lag es auch nur daran, dass sich 1988 mehr Hersteller in der Gruppe C als in der Formel1 tummelten.
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